AC-Wald-20111015_11-12-40_223.10.2011: UPDATE am Ende des Berichts!!

Zum Saisonauftakt waren wir im Aachener Wald und hatten dort mit den Zähnen knirschen müssen. Gestern war dann eine der letzten Touren zum das Saisonende. Was lag also näher, als auch diesmal wieder zum Aachener Wald zu fahren und die Saison ausklingen zu lassen. Diesmal begleiteten die Jungspunde Manuel und Matthias die alten Herren Joe, Wilfried und mich. Manuel hatte im Vorfeld einen vielversprechenden Track aus Bahn-, Märchen- und Jazztrail ausgetüftelt, ich hatte diesen um An- und Abfahrt zum Parkplatz ergänzt. Außerdem wollten wir noch eine Rechnung aus der Frühjahrstour begleichen. Damals hatten wir als Option, nach der 1. Runde über ca. 35 Kilometer noch eine 2. mit ca. 20 Kilometern dranzuhängen, nicht genutzt, weil die erste Runde schon sehr viele Körner gekostet hatte. Diesmal war der 1. Teil nur mit ca. 27 Kilometern geplant. Also dürfte es doch diesmal möglich sein, die 20iger-Runde noch dranzuhängen. Und da beide gemeinsame Streckenteile aufwiesen, sollte die zweite genau andersrum laufen. Das versprach spaßig zu werden. So weit der Plan.

AC-Wald-20111015_10-30-56Am Morgen war es ziemlich kalt, wir zitterten uns warm. Später hatte die Sonne aber Kraft und die Trails taten ein übriges, um es uns ganz schön warm werden zu lassen. Auf einem kleinen Stückchen Asphalt rollten wir uns ein und dann ging es auch schon los. Zuerst mal mit Höhenmetern machen und dann mit dem ersten Trail-Downhill. Es sollten noch viele folgen. An dieser Stelle schon mal der Hinweis, dass wir uns relativ häufig verfahren haben. Das liegt im Aachener Wald daran, dass die Weg- und Traildichte sehr sehr hoch ist. Ziemlich häufig  ist es sogar so, dass ein Trail parallel zum breiten Asphalt- oder Schotterweg führt. Also immer mal rechts und links schauen. Viele unserer Verfahrer habe ich bewusst nicht bereinigt (wenn wir den gleichen Weg wieder zurückgefahren sind). Ich hoffe, so eure Verfahrer zu minimieren. So, jetzt aber weiter zum Bericht. Nach den ersten Trails hieß es immer wieder klettern und zwar möglichst auf breiten Wegen, um die gewonnenen Höhenmeter dann wieder auf Trails zu vernichten. Bis zum Bahntrail hatten wir so schon einiges gesehen. Der Bahntrail toppte dann aber wirklich die bisherigen Trails und sorgte wirklich für lauten Jubel. Teils ruppig mit dicken Wurzeln, teils flowig, teils aber auch durch kleine Wasserlöcher führte er runter zur Bahnlinie. Danach uphill zum Märchentrail, der sehr flowig zu befahren ist. Den kannte ich nicht. Er führt anfangs durch dichten und dunkelen Kiefernwald und hat seinen Namen wirklich verdient. Über weitere schöne kleinere Trails ging es dann zum Jazztrail. Ich würde den Jazztrail als Mittelding zwischen den beiden vorherigen bezeichnen. Danach noch mal klettern, um einen letzten kurzen Downhill mitzunehmen und dann wieder den Weg zum Parkplatz zurück, den wir gekommen waren.

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AC-Wald-20111015_12-40-59Am Auto angekommen, stellten wir fest, dass wir auf ca. 27 Kilometer schon mal gut 700 Höhenmeter gesammelt hatten. Nicht ohne, vor allem wenn man bedenkt, dass die nicht am Stück, sondern immer wieder auf kurzen Anstiegen gesammelt wurden. Einer von uns fünfen entschloß sich, bei Kaffee und Kuchen auf die anderen vier zu warten, bis die die auch noch die 20iger Runde hinter sich hatten. Die anderen vier machten sich nach einer kurzen Stärkung an den 2. Track. Auf der Karte stellt sich der Anfang als eine gerade Linie dar, die eher uninteressant aussieht. Aber die hat es, wie sich herausstellte, in sich. Zuerst auf einem Wurzelstück bergauf, kurze Abfahrt, dann wieder steil bergauf. Teilweise so steil, dass wir vom Rad mussten. Wir können euch mitteilen, dass der Jazztrail uphill stellenweise für die wenigsten fahrbar ist ;-). Auf dem Mittelteil der 20iger Runde kann man sich dann etwas erholen, bevor es gegen Schluß nochmal einen wunderschönen Flowtrail gibt. Zum Abschluß dann nochmal ca. 2 Kilometer die gleiche Strecke wie auf der 1. Runde (übrigens leicht abfallend durch ein kleines Waldstück). Mit einem ganz breiten Grinsen rollten zumindest 2 von uns auf dem Parkplatz aus. In der Summe waren es heute auf knapp 50 Kilometern ca. 1200 Höhenmeter. Wer selbst fahren möchte, sollte wissen, dass man einige Körner lässt. Wir z.B. wunderten uns, wie kaputt wir schon nach den ersten 15 (!) Kilometern waren. Manuel stellte im Nachhinein fest, dass er gerade gemerkt hat, dass er heute doch einiges an Laktat gebildet hat und deswegen den heutigen Sonntag auf der Couch verbringen wird.

Wir waren um 9.00 Uhr auf die 1. Runde gegangen und nach der 2. Runde wieder gegen 15.00 Uhr auf dem Parkplatz. Für 7 Stunden reichten dann Riegel und Bananen nicht mehr und so kamen uns die köstlichen belgischen Fritten gerade recht. Gegen 16.30 Uhr war ich dann wieder müde, aber voller Glückshormone wieder zu Hause.

Gejubelt haben alle, gelitten aber auch. Wer wissen will, wer denn besonders gelitten habt, der muß einen der Beteiligten fragen Versiegelt .

Die Runde Nr. 1 solltet ihr unbedingt GEGEN den Uhrzeigersinn fahren. Ich habe am Ende des GPS-Tracks absichtlich eine kleine Lücke gelassen, damit ihr nicht versehentlich in die falsche Richtung fahrt (Track-1 downloaden). Die Runde Nr. 2 könnt ihr in beide Richtungen befahren, solltet aber wissen, dass die meisten Biker den Jazztrail hochschieben müssen, wenn ihr wie wir im Uhrzeigersinn fahrt (Track-2 downloaden).

211-1-15-AC-Wald23.10.2011 Update: Am 23.10.2011 sind wir noch einmal im Aachener Wald unterwegs gewesen. Unsere heutige Runde entsprach in etwa der Runde 1 nur mit 2 weiteren Schleifen und einem anderen Rückweg (Track 3 downloaden). Manuel hat den Bericht dazu (inkl. Bildern und Video-Clip) im MTB-Heinsberg Tagebuch geschrieben. Ihr könnt euch übrigens benachrichtigen lassen, wenn es Neuigkeiten im Tagebuch gibt (und das ist wesentlich häufiger als die ausführlichen Berichte hier auf der Homepage).