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die ganze Truppe

Bei den Heimatkunde-Runden zeige ich Bikern jeweils Teile unserer schönen Bike-Region. Die heutigen Heimatkunde hat den Titel "Carbonland", weil es rund um Hückelhoven ging. In dieser Gegend wurde bis Anfang der 90iger-Jahre intensiv Steinkohle durch Sophia-Jacoba abgebaut. 18 Biker waren meiner Einladung gefolgt. Keine kleine Gruppe, aber damit hatte ich ja im vorigen Jahr Erfahrungen sammeln können. Über Nacht hatte ein leichter Regen die bis dahin trockenen Trails angefeuchtet. Es war vorhergesagt, dass sich heute meistens die Sonne verstecken würde, aber glücklicherweise treffen Vorhersagen nicht immer zu. Passenderweise starteten wir am ehemaligen Schacht 4, von dem aber nur noch das Verwaltungsgebäude existiert. Zur Einstimmung ging es zuerst auf die Trails am Fuß der großen Halde, bevor wir dann natürlich auch die ca. 150 Höhenmeter bis zum Gipfel erkletterten. 

 

 

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Downhill von der Halde

Die, die sich trauten, nahmen von dort aus den steilen Downhill zum Fuß der Halde, die anderen schoben oder umgingen ihn. Weiter ging es dann über die Trails an der anderen Seite der Halde, bevor wir schließlich eine Erholungsstrecke nach Kleingladbach nahmen. Dort ging es dann in das kleine Waldstück, das auch einen rasanten Downhill aufweist. Die folgende Rollpassage endet dann nach einem steilen Uphill am Bike-Spielplatz hinter dem Friedhof in Hückelhoven. Meine Mitbiker konnten gar nicht genug davon bekommen und es ging erst weiter, als ich versprach, auf dem Rückweg nochmal dort vorbeizuschauen. Danach folgten die Trails oberhalb des Sees im Doverener Wäldchen, ehe es schließlich unter Mitnahme einiger weiterer Trails zur Achterbahn in Baal ging.

Die ist vor allem aus der Richtung, wie wie sie fuhren, enorm flowig und so ließen es sich einige Jungs nicht nehmen, noch ein zweites Mal ein Achterbahn-Ticket zu lösen. Kurze Zeit später folgte dann ein weiteres Highlight.

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Waldnarzissen-Wäldchen

Diesmal hatte das aber nicht viel mit tollen Trails oder Downhills zu tun. Es war etwas für die Seele und zwar die derzeit in voller Blüte stehenden Narzissen (oder auch Hasenglöckchen genannt) im Wäldchen zwischen Baal und Doveren. Alle waren begeistert und einige wollten sich diese sogar noch mal mit ihren Familien ansehen. Von dort aus fuhren wir am oberen Rand von Doveren vorbei und kletterten noch ein Stückchen höher, um schließlich wieder im Doverener Wäldchen einen schönen Trail zu nehmen. Wie versprochen folgte danach noch einmal der Spielplatz hinter dem Hückelhovener Friedhof mit einer rasanten Senke, die allen viel Spaß machte. Hinter Hückelhoven-Schaufenberg überquerten wir dann schließlich wieder die Autobahn, nahmen noch eine schnelle Abfahrt runter zum Reitplatz in Ratheim-Bamisch, ehe wir dann zum Abschluß noch einen schönen Singletrail folgen ließen. Wieder am Parkplatz bei Schacht 4 angekommen, waren sich alle einig, einen tollen Vormittag auf bisher wenig bekannten Trails verbracht zu haben.

Als Fazit möchte ich 2 Dinge besonders festhalten. Trotz der großen Gruppe lief es besser wie erwartet. Klar, musste ab und zu mal gewartet werden, um die Gruppe wieder zusammenzubringen. Aber insgesamt haben wir dann doch einen 16er-Schnitt hinbekommen.

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Birgit beim Uphill

Und besonders erwähnen möchte ich die Leistung von Birgit, der einzigen weiblichen Bikerin in der Gruppe. Wie ich hörte, ist sie erst seit August auf dem Rad und dann so toll mitzuhalten, davor ziehe ich meinen Hut. Sie hat mir im übrigen glaubhaft versichert, sich heute definitiv angesteckt zu haben und zwar mit dem Virus, den wir alle haben, dem Mountainbike-Virus.

Die Runde selbst war ca. 40 Kilometer. Wie ihr lesen konntet. sind auch einige schöne Downhills enthalten, aber dazu mussten wir natürlich zuerst mal rauf. Auf insgesamt etwa 500 Höhenmeter sind wir gekommen. Keine schlechte Ausbeute für einen eigentlich ruhigen Sonntagmorgen.

Den GPS-Track könnt ihr euch  hier runterladen.

UPDATE: am 9.3.2011 sind wir die Tour nochmals gefahren. Dabei haben wir entdeckt, dass mittlerweile 3 Passagen nicht mehr fahrbar sind. Den Track habe ich danach aktualisiert. Wieviel Spaß uns die Tour gemacht hat, könnt ihr im Tagebuch nachlesen.