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CTF Essen-Steele 2010 PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 27. April 2010 um 04:48 Uhr

DSC00226Thomas K., Werner und Sebastian sind zur CTF in Essen-Stelle am 25.4.2010 gefahren. Wer jetzt einen Bericht über das Biken im Industriegelände erwartet, liegt wohl nicht richtig. Die drei waren ziemlich begeistert und schildern Ihre Erlebnisse:

Zuerst Thomas K.: Wir sind wohlbehalten von der CTF in Essen zurück gekehrt.  Fazit vorab:  Das frühe Aufstehen hat sich wieder gelohnt.  Nachdem wir vor gerade mal 2 Wochen die CTF in Olne in den Ardennen mit vergleichbarer Streckenlänge gefahren sind drängt sich ein Vergleich der beiden CTFs auf.  Fangen wir mal mit den Daten an.

Olne Essen
Streckenlänge 72 km 65 km
Höhenmeter ca. 1900 ca. 1500
Fahrzeit 4:42 3:37
Verpflegungen 4 2
Schnitt 15,3 km/h 18,0 km/h
Temperatur ca. 2-6 °C 18-25 °C
Wetter bedeckt sonnig
Boden nass trocken
An der Fahrzeit kann man schon ablesen, dass Olne anstrengender als Essen war (oder wir waren schlechter drauf;-)   Dazu kommen auch die weichen Faktoren, die man nicht in Zahlen festhalten kann.  Die Steigungen waren auf dem Papier sehr ähnlich.  Die Anstiege in Olne waren weder länger noch steiler.  Der Unterschied war der Untergrund. Einige Steigungen in Essen waren so steil, dass sie fast unfahrbar waren.  Aber der Boden war nicht so verblockt wie in den Ardennen. Wer nicht gerade masochistisch veranlagt ist, wird Essen ganz klar den Vorzug geben.  Das heißt aber nicht, dass Essen nur etwas für Weicheier ist.  1.500 Hm sind 1.500 Hm.  Werner und ich waren uns am Ende einig, dass wir morgen einen trainingsfreien Tag einlegen werden.

DSC00209Zum Streckenverlauf.  Die Organisatoren in Essen haben eine tolle Tour zusammen gestellt.  Im Prinzip ging es einmal rund um den Baldeneysee.  Natürlich hat man hier und da stark befahrene Hauptstraßen mit Ampeln gekreuzt und man hat sich nie so am A... der Welt gefühlt wie in den Ardennen.  Außerdem muss man in Deutschland bei der Organisation einer solchen Veranstaltung sicher sehr viel kompromissbereiter im Umgang mit den Behörden sein.  Wenn man diese Faktoren berücksichtigt, war die Tour schon eine Meisterleistung.
Denn die Trails, die wir gefahren sind waren echt klasse.  Nach einigen Abfahrten bekam man das Grinsen hinterher nicht mehr aus dem
Gesicht.  Und bei einigen Anstiegen war es genauso:-)

Die beiden Verpflegungen waren fast exakt bei 1/2 und 2/3.  Es gab reichlich Getränke und zu Futtern.  Man musste trotz der großen Teilnehmerzahl von 1.218!!! nirgendwo lange warten.  Jede Menge Helfer haben Becher und Trinkflaschen im Akkord nachgefüllt. Und am Ziel war auch alles perfekt organisiert.  Mit anderen Worten eine rundum gelungene Veranstaltung.

DSC00227Der schönste Unterschied zu Olne war aber das Wetter.  Während wir in Olne fast bei Minusgraden gestartet wären, hatten wir heute in Essen das perfekte Wetter.  An manchen Anstiegen war es schon fast zu warm. Und eine Sache war fast genauso wie in Olne:  Werner's Reifenprobleme. Insgesamt mussten wir drei unplanmäßige Stopps einlegen.  Der erste Platte war ein Dorn, den er sich in die neuen Glatzen gefahren hatte. Der zweite Platte war zwar nur ein Flicken auf dem Schlauch, der anfing sich zu lösen.  Trotzdem ist meine Empfehlung einen etwas pannensicheren Mantel aufzuziehen.  Von daher seht Ihr auf den Bildern häufiger Werner beim Schlauchwechsel und Werner beim Pumpen :-))))
 
Und dann war da noch der kleine Nachwuchsfahrer, der mir schon an der zweiten Verpflegung aufgefallen war.  Er ist Mitglied im MTB-Verein in Essen Steele.  Die Betreuer fragten ihn, wie es denn so für ihn läuft.  Er war mutterseelenallein unterwegs.  Durch Werners Reifenproblem wurden wir ja immer wieder zurück geworfen und so kam es, dass wir über einen Streckenabschnitt mit dem kleinen Nachwuchsfahrer gleichauf fuhren.  Werner und ich waren schon sehr überrascht, als er uns erzählte, dass er erst 11 Jahre ist!!!  Mit 11 Jahren die 65er Runde alleine Fahren - Chapeau!

 

Und Sebastian, der sich mit Friedhelm und Jost verabredet hatte, berichtet:
Also zum heutigen Ausflug nach Essen kann ich nur positives berichten. Aber von vorne: Ich war pünklich um kurz nach Neune bei/vor der Anmeldung. Aus hier der Ecke war ich aber leider der Einzige... Kein Friedhelm, kein SuperJost. Na toll, sollte ich also mit den beiden Langstrecken/Höhenmeterfresser Thomas K. und Werner die 1500 hm und die große Tour fahren? Vor dem Start sagten die beiden noch, dass sie "kein Rennen fahren wollten". Ich hab sie dann bei km 3 oder 4 das letzte Mal gesehen... Gott sei Dank hab ich dann aber die tolle Gruppe der "Ruhrpott-Mountainbiker" gesucht und gefunden - mehr oder weinger zufällig. Vor dem Start haben sie auf mein Rad aufgepasst während ich mich angemeldet habe, und ich habe "im Gegenzug" ein Gruppenfoto von Ihnen gemacht.

Und diese Gruppe war zufällig da als mich die andern beiden verließen.

Wir haben uns dann für die mittlere Runde entschieden. Für mich hat diese auch gereicht.
Nach meinem Schätzeisen waren es 42km, 830hm mit einem Schnitt von 14,6km/h.
Die Strecke war sehr cool aber anstrengend. Die Anstiegen habe es echt in sich - und sie sind laaaaaannng. Dafür sind die Downhills aber ebenso lang und sehr flott zu fahren - hier kann man richtig die Kuh fliegen lassen.

Das Wetter war spitze und (man darf es eigentlich nicht sagen) eigentlich zu warm :-)

Die beiden "Bekloppten" ;-) sind die Große Runde mit 1500hm mit nem Schnitt von über 18 gefahren... Ne, ne, ne..

Alle Bilder von Thomas und Werner wie immer bei Picasa und den Track könnt ihr bei mir runterladen.



 

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